African Groove-Rock auf Französisch: Manu Katché spielt the ScOpe im Auditorio de Tenerife

Kreative Musik, das trifft auf Manu Katché besonders zu. Musikalisch bewegt sich der französische Schlagzeuger zwischen Rock, Pop, Groove und afrikanischer Musik; ein musikalischer Kosmopolit mit eigenem Stil. International bekannt geworden ist er als Live – und Studiomusiker. 1985 trat er in die Live Band von Peter Gabriel ein und begleitete ihn viele Jahre lang. 1987 spielte er mit Sting dessen zweites Solo Album “Nothing Like the Sun” ein. Er spielte auf hunderten von Studioaufnahmen bekannter Künstler wie Simple Minds, Al Di Meola, Dire Straits, Tracy Chapman und Manu Dibango, um nur einige zu nennen. 1991 nahm er sein erstes Solo-Album „It’s About Time“ mit überwiegend eigenen Kompositionen auf. Das zehnte Album The ScOpe erschien 2019 und das sind die Stücke, die er am Donnerstagabend, 13. Juli 2023 im Auditorio de Tenerife vor ausverkauftem Haus spielt.  

Bemerkenswert an den Kompositionen ist, dass sein Schlagzeug nicht dominiert oder stets im Mittelpunkt steht, wie man es von einem Schlagzeuger seines Formates erwarten könnte. Manu Katché führt mit dem Schlagzeug die Band an, gleichzeitig gibt er seinen Bandmitgliedern reichlich Raum, um ihre eigene Virtuosität zeigen zu können. Dies trifft insbesondere auf den großartigen Gitarristen Patrick Manouguian  zu, der mehrfach mit prickelnden Gitarrensoli das Publikum begeistert. Zu sehen und zu hören in diesem Video.

Eine Band auf abendlicher Bühne: Schlagzeuger, Gitarrist, Keyboarder und Basist

Keyboarder Jim Henderson  und Bassist Jérôme Regard mit denen Manu bereits häufig zusammen gespielt hat, fügen sich harmonisch ein und runden die groovig-afrikanischen anmutenden Songs gekonnt ab. Ein Stück, das aus dem Genre fällt, ist “Paris me manque”. Es ist ein Hip-Hop Song, der von Jazzy Bazz gesungen wird. Über einen Bildschirm wird das Video mit ihm und seinem Gesang eingespielt. Die Gruppe spielt dazu. Eine neue Form der Kollaboration im Konzertsaal Das Stück selbst, so kommentiert Manu, handelt vom Paris der vergangenen Zeit, als er noch jung war. Es war weniger teuer und weniger aggressiv gewesen in Paris. Er habe sich gewundert, dass ein so junger Musiker wie Jazzy Bass darüber singt, obwohl er diese Zeit nicht kennen könne. Mit französischer Diplomatie betont Manu, dass es damals eben anders gewesen sei, nicht besser. Zu hören und zu sehen in diesem Video

Ein weiteres Stück, das mit einem Zuspiel kombiniert wird, ist “Let’s Love Rule”. Hier singt die Sängerin Jonatha Broke, die Manu in einem Club in den USA kennengelernt hat. Ihre Stimme habe ihn begeistert und an Joni Mitchell erinnert. Das Stück ist in diesem Video zu hören

Am Ende des Konzertes, Manu, hatte es bereits zu Beginn angekündigt, dass das Publikum aufgefordert wird, mitzusingen. Er initiierte eine Einlage für weibliche Stimmen und eine für männliche. Das Publikum ließ sich darauf ein und so kam es zu einem sehr stimmigen Vocal Performance, die von Manu Katché gelobt wurde. Die Schluß Momente sind hier zu sehen.

Mein Fazit: Ein tolles Konzert, das sehr viel Laune gemacht hat. 

Besetzung: 

Drums: Manu Katché  französische Homepage 

Guitar – Patrick Manouguian

Bass – Jérôme Regard

Keyboards – Jim Henderson

Vocal: Jazzy Bass

Vocal: Jonatha Broke – 

Das nächste Konzert im Rahmen des Programms ist das bombastische Metropole Orkest Con Kandace Springs am 16.7.2023. 

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